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Italienische Motorräder und Roller der 50er und 60er Jahre


Termin Details

  • Datum:
  • Ort: Mainleus

100 italienische Motorräder

Eine Ausstellung Italienische Motorräder und Roller der 50er und 60er Jahre in den Hallen der ehemaligen Spinnerei in Mainleus

Wir zeigen Motorräder ! Italienische Motorräder.

Sind Teil technischen Kulturguts und manchmal sogar Meilensteine der Entwicklung.  Oft sind sie Zeugnisse wirtschaftlicher Zusammenarbeit Italiens mit Deutschland und für uns Sinnbild der Italiensehnsucht der Deutschen. Es geht aber auch um die Persönlichkeiten, die diese Motorräder entwickelt haben, die von ihnen gefesselt waren. Nicht Wenige haben Geschichte geschrieben und die moderne Gesellschaft mit geprägt …

Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg lag auch die Wirtschaft in Italien darnieder, viele Fabriken waren zerstört. Betriebe, die während der Kriegsjahre Rüstungsgüter hergestellt hatten, wurden mit schweren Auflagen belegt.

Nur einige der wenigen zivilen Hersteller hatten die Bombardements unbeschadet überstanden und konnten die Motorradproduktion  relativ bald wieder aufnehmen.

Langsam begann sich die Wirtschaft wieder zu erholen und mit dem sich abzeichnenden „Wirtschaftswunder“ setzte eine regelrechte Landflucht ein. Nennenswerte Beschäftigung war eben nur in den Städten zu finden – diese wuchsen in den ersten Jahren der Wiederaufbauzeit überproportional, was wie ein gewaltiger Sog auf die ländlichen Regionen gewirkt hat.

Es war die Zeit, in der ein ungeheurer Bedarf an billigen Fortbewegungsmitteln für die Bevölkerung vorhanden war. So schossen zahllose Betriebe aus dem Boden, um Fahrzeugteile, Motoren oder komplette, motorisierte Zweiräder zu liefern. Ein schier unerschöpflicher Markt tat sich auf.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Depression noch lange nicht überwunden war, begann sich die Nation Italien auf ihre ureigene Lebensfreude zurück zu besinnen. Die damaligen Alltags-Vehikel glichen bald mehr und mehr jenen Sportmaschinen, die allerorts und zur allgemeinen Freude an unzähligen Wochenend-Wettbewerben eingesetzt wurden.

Ganz anders dagegen in Deutschland: Carl Hertweg, einstiger Herausgeber von „Das Motorrad“ schrieb 1952 von der „grimmigen Wegbewältigung“ hierzulande!

Ratio gegen Lebenslust… – Heute gilt das Motorrad als Inbegriff von Freiheit.

Wir bezeichnen es als ästhetisches Gebilde. Es bezieht seine Berechtigung nicht in erster Linie aus der Funktion, sondern transportiert vielmehr eine Reihe von irrationalen Momenten.

Die Faszination der italienischen Motorräder der 50er Jahre liegt für uns auch in der unglaublichen Vielfalt und Fülle technischer Lösungen, dem unternehmerischen Mut und dem Aufbruchsgefühl bis sich Ende der 50er Jahre das Auto mehr und mehr durchzusetzen begann.

Wir hoffen, mit dieser Ausstellung etwas von dieser Faszination zu vermitteln und dass nicht alles in Vergessenheit gerät…

täglich geöffnet von 10.00 bis 20.00 Uhr  – Eintritt frei

eine Veranstaltung von „ANNI CINQUANTA“-Freunde italienischer Motorräder der 50er Jahre e.V.